Dem hehren Meister Dr. Wilhelm Kienzl von
einem kunstverständigen Schätzer und Bewun=
derer.
Wien, 17. Januar 1932
DIE KÖRPERGRÖSSE FRANZ SCHUBERTS
Eine Archivstudie
Robert Franz Müller, Wien
(Vortrag beim Kongress für Schubert=
forschung)
Geliebter Meister!
In der Nähe Ihres Heims ward ich gebo=
ren - 's ist recht lang her. In der alten
Schrey=Schule habe ich die Schulbank ge=
drückt. In der Karmeliterkirche, wo einst
der gute Albrechtsberger die Orgel schlug,
geigte ich als Neunjähriger - mein Lehrer
war Mathias Durst - alte Messen herunter.
Wiens letzter Evangelimann kam nach
1868 ins Haus meiner Großmutter (heute
Ob. Donaustraße 37) und wurde dort als
Sonntagsgast bewirtet. Viel, viel wüßte
ich zu erzählen von der Umgebung Ihres
Heims; einiges davon erfahren Sie aus dem
beiliegenden Aufsatz.
Nehmen Sie vorlieb mit der Offenbarung,
daß ich Sie innig verehre und empfangen Sie
meinen allerherzlichen Gruß!
Robert Franz Müller
Musikhistoriker
Förderndes Mitglied des Wiener Schubertbundes.
einem kunstverständigen Schätzer und Bewun=
derer.
Wien, 17. Januar 1932
DIE KÖRPERGRÖSSE FRANZ SCHUBERTS
Eine Archivstudie
Robert Franz Müller, Wien
(Vortrag beim Kongress für Schubert=
forschung)
Geliebter Meister!
In der Nähe Ihres Heims ward ich gebo=
ren - 's ist recht lang her. In der alten
Schrey=Schule habe ich die Schulbank ge=
drückt. In der Karmeliterkirche, wo einst
der gute Albrechtsberger die Orgel schlug,
geigte ich als Neunjähriger - mein Lehrer
war Mathias Durst - alte Messen herunter.
Wiens letzter Evangelimann kam nach
1868 ins Haus meiner Großmutter (heute
Ob. Donaustraße 37) und wurde dort als
Sonntagsgast bewirtet. Viel, viel wüßte
ich zu erzählen von der Umgebung Ihres
Heims; einiges davon erfahren Sie aus dem
beiliegenden Aufsatz.
Nehmen Sie vorlieb mit der Offenbarung,
daß ich Sie innig verehre und empfangen Sie
meinen allerherzlichen Gruß!
Robert Franz Müller
Musikhistoriker
Förderndes Mitglied des Wiener Schubertbundes.