Der Sonne zu!
F.K.
Wien, 2./3. 1916
XVIII., Herbeckstraße 52.
Hochgeschätzter Herr und Freund!
Wie ich erfahre, hat die kaiserliche
Regierung Sie zum Hofrate ernannt.
Ich beglückwünsche Sie aufs herzlichste zu dieser Beförderung.
Meine Glückwünsche zu Ihrem 50. Geburts=Gedenk=Tage
habe ich bereits in den gemeinsamen Widmungs=Blättern
unserer Schriftsteller=Kreise dargebracht und kann nur
beifügen: Noch 50 Jahre - in Gesundheit, Schaffens=Freude
mit den besten Erfolgen im Amts= u. Musen=Dienste!
Ich hörte davon, daß auch eine Geburtstags=Abend=Feier
im Planen sei. Doch weiß ich nicht, wann dies sein solle.
Gerne, herzlich gerne wäre ich dabei; aber meine öfters
leidenden Augen, zumal wenn ich sie bei trüben Tagen mehr
bei Schreib=Arbeiten anstrengen muß, hindern mich leider so
manchesmal, an Gesellschaften teilzunehmen; ich muß sie schonen
zu weiterem schriftstellerischen Erwerbs=Arbeiten. Sollte mich
nun wieder mein brennender Augen=Schmerz an dem kommenden
Tage befallen, so bitte ich vielmals mich zu entschuldigen! Ich bin
ja doch im Geiste treu u. herzlich bei Ihnen u. drücke Ihnen
die Hände. Mein Buch ist leider immer noch nicht ganz fertig[!]
Bald fehlen die Setzer, bald die Maschinen=Meister, bald mangelt
das Papier! Kriegszeit! Mit den herzlichsten Wünschen
u. Grüßen stets Ihr
AntAugNaaff
F.K.
Wien, 2./3. 1916
XVIII., Herbeckstraße 52.
Hochgeschätzter Herr und Freund!
Wie ich erfahre, hat die kaiserliche
Regierung Sie zum Hofrate ernannt.
Ich beglückwünsche Sie aufs herzlichste zu dieser Beförderung.
Meine Glückwünsche zu Ihrem 50. Geburts=Gedenk=Tage
habe ich bereits in den gemeinsamen Widmungs=Blättern
unserer Schriftsteller=Kreise dargebracht und kann nur
beifügen: Noch 50 Jahre - in Gesundheit, Schaffens=Freude
mit den besten Erfolgen im Amts= u. Musen=Dienste!
Ich hörte davon, daß auch eine Geburtstags=Abend=Feier
im Planen sei. Doch weiß ich nicht, wann dies sein solle.
Gerne, herzlich gerne wäre ich dabei; aber meine öfters
leidenden Augen, zumal wenn ich sie bei trüben Tagen mehr
bei Schreib=Arbeiten anstrengen muß, hindern mich leider so
manchesmal, an Gesellschaften teilzunehmen; ich muß sie schonen
zu weiterem schriftstellerischen Erwerbs=Arbeiten. Sollte mich
nun wieder mein brennender Augen=Schmerz an dem kommenden
Tage befallen, so bitte ich vielmals mich zu entschuldigen! Ich bin
ja doch im Geiste treu u. herzlich bei Ihnen u. drücke Ihnen
die Hände. Mein Buch ist leider immer noch nicht ganz fertig[!]
Bald fehlen die Setzer, bald die Maschinen=Meister, bald mangelt
das Papier! Kriegszeit! Mit den herzlichsten Wünschen
u. Grüßen stets Ihr
AntAugNaaff