VEREIN DER MUSEUMSFREUNDE IN WIEN
SEKRETARIAT
III., REISNERSTRASSE 32/11
TELEPHON R 29=7=41
Ramgut,Bad_Aussee,Steiermark
9. Juli I929.
Sehr geehrter Herr Doktor !
Vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen ! Ich wünsche Ihnen
von Herzen,dass der Wettergott in dem Zipfel Tirols ,in dem Sie sich auf-
halten, mehr Einsicht bekundet als hier und Sie einige wirkliche Erholung
aus Ihrem Urlaub ziehen . Hier ist die Sonne bisher sehr rar gewesen . Al-
lerdings liegt der Hauptteil des Sommers ja,Gott sei Dank,noch vor uns! -
Was den Vorschlag anbelangt, die von Herrn Leeflang gesandten Silbersa-
chen ,die das Museum nicht brauchen kann , zu verkaufen und dem Museum
den Erlös für eine andere Erwerbung zu überlassen ,so bin ich damit durchaus
einverstanden und scheint mir dieser Ausweg sehr glücklich . Ich kann nur
hoffen ,dass Sie die Zustimmung des holländischen Herrn dazu gewinnen .
Natürlich hätte das für den Erlös der verkauften Sachen erworbene Stück
als Leihgabe unseres Vereines ,bzw.als unter seiner Mitwirkung erworben
zu gelten .
Hinsichtlich der persönlichen Wünsche des holländischen Herrn
weiss ich für den Augenblick auch keinen besseren Rat . Ich bin indessen
gerne bereit, nach meiner Rückkehr nach Wien im Unterrichtsministerium
die Anregung zu einem solchen Auszeichnungsantrag zu geben ,sofern der
Wert der von jenem Herrn für die Sammlungen gemachten Widmungen einen sol-
chen Vorschlag tatsächlich rechtfertigt. Ich würde Sie demnach bitten, ei-
ne solche Zusammenstellung jener Widmungen zu dem gedachten Zwecke gele -
gentlich
SEKRETARIAT
III., REISNERSTRASSE 32/11
TELEPHON R 29=7=41
Ramgut,Bad_Aussee,Steiermark
9. Juli I929.
Sehr geehrter Herr Doktor !
Vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen ! Ich wünsche Ihnen
von Herzen,dass der Wettergott in dem Zipfel Tirols ,in dem Sie sich auf-
halten, mehr Einsicht bekundet als hier und Sie einige wirkliche Erholung
aus Ihrem Urlaub ziehen . Hier ist die Sonne bisher sehr rar gewesen . Al-
lerdings liegt der Hauptteil des Sommers ja,Gott sei Dank,noch vor uns! -
Was den Vorschlag anbelangt, die von Herrn Leeflang gesandten Silbersa-
chen ,die das Museum nicht brauchen kann , zu verkaufen und dem Museum
den Erlös für eine andere Erwerbung zu überlassen ,so bin ich damit durchaus
einverstanden und scheint mir dieser Ausweg sehr glücklich . Ich kann nur
hoffen ,dass Sie die Zustimmung des holländischen Herrn dazu gewinnen .
Natürlich hätte das für den Erlös der verkauften Sachen erworbene Stück
als Leihgabe unseres Vereines ,bzw.als unter seiner Mitwirkung erworben
zu gelten .
Hinsichtlich der persönlichen Wünsche des holländischen Herrn
weiss ich für den Augenblick auch keinen besseren Rat . Ich bin indessen
gerne bereit, nach meiner Rückkehr nach Wien im Unterrichtsministerium
die Anregung zu einem solchen Auszeichnungsantrag zu geben ,sofern der
Wert der von jenem Herrn für die Sammlungen gemachten Widmungen einen sol-
chen Vorschlag tatsächlich rechtfertigt. Ich würde Sie demnach bitten, ei-
ne solche Zusammenstellung jener Widmungen zu dem gedachten Zwecke gele -
gentlich