Sonntag nach Ostern.
Lieber Herr Rößler.
Ich danke für ihren lieben Brief vom
Karsamstag 1922. Ich soll mich wegen der
Feuergöttin äußern! - Nicht ich verlangte
sie sondern Sie haben in ritterlicher Weiße
mir die Freude bereiten wollen. Wahrscheinlich
waren Sie damals mit dem Verkaufsp[r]eiß
zufrieden der nicht unter den damaligen Markt
wert war und Sie wißen daß ich Sie nicht
zum Verkauf verleiten wollte da Frau Berans
Anbot 15000 K war und ihre Forderung 30.000 K
circa wie mir erinnerlich oder noch mehr, Frau
Beran würde mir ja darüber berichten was
Sie überweisen ließ dafür. Zu gleicher Zeit kauften
wir von Merk[e]l ein sehr großes Hauptwerk
um circa 40.000 K. eine Krugtragende Frau
aus seiner besten Pariserzeit. Wenn Sie mir
heute 10 % geben so geben Sie mir soviel
worauf ich auch genauso wie damals ver=
zichte. Ich wollte ja nichts! - Sie wollten
mir ja eine Freude bereiten warum also
Geld - das unleidliche Geld! - Den Eckel
alles Menschlichen! - thun Sie wie Ihnen
beliebt! - Mit aufrichtigsten und besten
Grüßen an Sie und ihre liebe Frau Gemahlin ihr
Maler Anton Peschka.
Lieber Herr Rößler.
Ich danke für ihren lieben Brief vom
Karsamstag 1922. Ich soll mich wegen der
Feuergöttin äußern! - Nicht ich verlangte
sie sondern Sie haben in ritterlicher Weiße
mir die Freude bereiten wollen. Wahrscheinlich
waren Sie damals mit dem Verkaufsp[r]eiß
zufrieden der nicht unter den damaligen Markt
wert war und Sie wißen daß ich Sie nicht
zum Verkauf verleiten wollte da Frau Berans
Anbot 15000 K war und ihre Forderung 30.000 K
circa wie mir erinnerlich oder noch mehr, Frau
Beran würde mir ja darüber berichten was
Sie überweisen ließ dafür. Zu gleicher Zeit kauften
wir von Merk[e]l ein sehr großes Hauptwerk
um circa 40.000 K. eine Krugtragende Frau
aus seiner besten Pariserzeit. Wenn Sie mir
heute 10 % geben so geben Sie mir soviel
worauf ich auch genauso wie damals ver=
zichte. Ich wollte ja nichts! - Sie wollten
mir ja eine Freude bereiten warum also
Geld - das unleidliche Geld! - Den Eckel
alles Menschlichen! - thun Sie wie Ihnen
beliebt! - Mit aufrichtigsten und besten
Grüßen an Sie und ihre liebe Frau Gemahlin ihr
Maler Anton Peschka.