Wien, 11. Jänner 1921.
Euer Wohlgeboren!
Von Herrn Dr. Rich. Batka aufs wärmste empfohlen
(bitte sich ev. telefonisch bei genanntem Herrn von der Richtig=
keit dieser Referenz zu überzeugen), möchte ich hiemit
um die Vergünstigung bitten, von Ihnen, verehrter Mei=
ster, empfangen zu werden. Als Kärntner beinahe
ein Landsmann zu Hr. Doktor, strebe ich, die Bahnen
Ihres „Evangelimann“ u. „Kuhreigen“ wandelnd, (2
der sehr wenigen Opern, die sich nach Wagners Tode die
Herzen des Publikum zu erobern vermochten - ein kla=
rer Fingerzeig, der von unseren „modernen“ verschrobenen
Musikmachern zu ihrem eigenen nein zum Schaden des hei=
mischen Tondramas überhaupt dünkelhaft mißachtet
wurde) eine Erneuerung der Deutschen Volksoper an,
u. glaube ich bei besagter Übereinstimmung unserer
Anschauungs= u. Gefühlsweise ein wenig Interesse
Euer Wohlgeboren!
Von Herrn Dr. Rich. Batka aufs wärmste empfohlen
(bitte sich ev. telefonisch bei genanntem Herrn von der Richtig=
keit dieser Referenz zu überzeugen), möchte ich hiemit
um die Vergünstigung bitten, von Ihnen, verehrter Mei=
ster, empfangen zu werden. Als Kärntner beinahe
ein Landsmann zu Hr. Doktor, strebe ich, die Bahnen
Ihres „Evangelimann“ u. „Kuhreigen“ wandelnd, (2
der sehr wenigen Opern, die sich nach Wagners Tode die
Herzen des Publikum zu erobern vermochten - ein kla=
rer Fingerzeig, der von unseren „modernen“ verschrobenen
Musikmachern zu ihrem eigenen nein zum Schaden des hei=
mischen Tondramas überhaupt dünkelhaft mißachtet
wurde) eine Erneuerung der Deutschen Volksoper an,
u. glaube ich bei besagter Übereinstimmung unserer
Anschauungs= u. Gefühlsweise ein wenig Interesse