Petzold, Alfons: Brief an Josef Luitpold Stern. Brunn am Gebirge, 23.10.1915
Sagen Sie, wären Sie damit nicht ein=
verstanden, daß ich über Ihre Gedichte
aus Tagebuchblätter einen Vortrag
halte? Vielleicht im Rahmen des
Volksbildungsvereines. Dazu müßten
Sie mir natürlich das Material an=
vertrauen. . Bitte äußern Sie sich
gleich zu dieser Idee, die ich mit
großer Freude realisieren würde.
Mein Roman Der feurige Weg
liegt jetzt bei S. Fischer zur Prü=
fung vor. Diederichs lehnt eine Her=
ausgabe meiner neuen Gedichte, sowie
die der Auswahl der religiösen
Verse ab. So bin ich wieder als
„größter Arbeiterdichter” obdachlos
geworden.
Seien Sie auf das Innigste begrüßt
von meiner Frau und mir
Alfons Petzold