Wien den 26. Juli
1915
Sehr geehrter Herr!
In höfl. Erwiederung Ihres werthen
vom 24. d. theile ich Ihnen folgen=
des mit:
Vor Allem, daß ich Ihre Bespre=
chung meiner Selbstbiogra=
phie gelesen u. mich damit
sehr gefreut habe. Sie ist sehr
warm u. schön geschrieben u. hat
unter meinen Freunden viel
Anerkennung gefunden. Ich hätte
mich bei Ihnen sofort be=
dankt, allein ich hatte am
selben Tage Ihnen ein Schrei=
ben gesandt, in welchem ich
mich im Allgemeinen für
Ihre Freundlichkeit in Ihren
Zeitschriften bedankt hatte,
u. wollte daher nicht von Neuem
belästigen. Ich stelle nemlich
mir vor, daß Sie jetzt sehr
beschäftigt sind; „es ward
Morgen, es ward Abend.“
Dabei gestatte ich mir zu
bemerken, daß der „Abend“
mir ausgezeichnet in
seinem Arrangement gefällt,
u. daß ich mit mehreren
Personen sprach, die ebenso
denken wie ich. Wichtig ist
aber besonders, daß
1915
Sehr geehrter Herr!
In höfl. Erwiederung Ihres werthen
vom 24. d. theile ich Ihnen folgen=
des mit:
Vor Allem, daß ich Ihre Bespre=
chung meiner Selbstbiogra=
phie gelesen u. mich damit
sehr gefreut habe. Sie ist sehr
warm u. schön geschrieben u. hat
unter meinen Freunden viel
Anerkennung gefunden. Ich hätte
mich bei Ihnen sofort be=
dankt, allein ich hatte am
selben Tage Ihnen ein Schrei=
ben gesandt, in welchem ich
mich im Allgemeinen für
Ihre Freundlichkeit in Ihren
Zeitschriften bedankt hatte,
u. wollte daher nicht von Neuem
belästigen. Ich stelle nemlich
mir vor, daß Sie jetzt sehr
beschäftigt sind; „es ward
Morgen, es ward Abend.“
Dabei gestatte ich mir zu
bemerken, daß der „Abend“
mir ausgezeichnet in
seinem Arrangement gefällt,
u. daß ich mit mehreren
Personen sprach, die ebenso
denken wie ich. Wichtig ist
aber besonders, daß