Wien den 31. Mai 1915
Sehr geehrtes Fräulein!
Für Ihre freundlichen u. ernsten Zeilen
danke ich Ihnen bestens.
Ihr Besuch wird mir sehr ange=
nehm sein u. kann dazu dienen,
uns über die von Ihnen berühr=
ten Themen näher auszusprechen;
für Ihren Antrag, mir bei mei=
nen Arbeiten zu helfen, bin ich
Ihnen sehr verbunden; leider
kann ich aber keinen Gebrauch
davon machen. Der Grund ist
der: daß ich so schwerfällig
arbeite u. schreibe, resprective
formiere, daß ich nicht dictie=
ren kann u. immerfort die
Schreibarbeit durch Nachdenken
u. auch durch Lectüre unter=
brechen muß. Hinzu kommt,
daß ich keinen Tag dessen
gewiß bin, daß ich überhaupt
Sehr geehrtes Fräulein!
Für Ihre freundlichen u. ernsten Zeilen
danke ich Ihnen bestens.
Ihr Besuch wird mir sehr ange=
nehm sein u. kann dazu dienen,
uns über die von Ihnen berühr=
ten Themen näher auszusprechen;
für Ihren Antrag, mir bei mei=
nen Arbeiten zu helfen, bin ich
Ihnen sehr verbunden; leider
kann ich aber keinen Gebrauch
davon machen. Der Grund ist
der: daß ich so schwerfällig
arbeite u. schreibe, resprective
formiere, daß ich nicht dictie=
ren kann u. immerfort die
Schreibarbeit durch Nachdenken
u. auch durch Lectüre unter=
brechen muß. Hinzu kommt,
daß ich keinen Tag dessen
gewiß bin, daß ich überhaupt