PHILIPP RECLAM JUN.
Verlagsbuchhandlung/Leipzig
Inselstraße 22/24
Dr.R./Schm. Leipzig, am 28. Juni 1928.
Herrn Franz Karl Ginzkey,
Salzburg
Imbergstrasse 26.
[Wasserzeichen:] LLOYD POST
Sehr verehrter und lieber Herr Ginzkey!
Heute komme ich nun dazu, Sie um Einlösung Ihres Ver-
sprechens zu bitten, das Sie mir kürzlich gaben. Ich sende
Ihnen gleichzeitig die Korrektur der Übersetzung, die Frau
Dr.Zweig von Jaloux's Roman "O toi que j'eusse aimée" ge -
macht hat; und zwar ist es die Originalkorrektur, in die Frau
Dr.Zweig ihre Änderungen mit Tinte eintrug. Mit Bleistift
sind nun die Vorschläge gemacht worden, die in unserer Ver -
lagsredaktion als unbedingt notwendig erachtet werden. Die
allerschlimmsten Stellen sind mit Rotstift angestrichen, da-
mit Herr Dr.Zweig sich leicht ohne viel Zeitverlust von der
Unzulänglichkeit der Übersetzung überzeugen kann.
Ich brauche Ihnen wohl nicht zu sagen, wie dankbar
ich Ihnen dafür bin, wenn Sie diese an sich recht heikle
Mission übernehmen wollen, bei Frau Dr. Zweig mit Hilfe ih-
res Mannes die Überzeugung durchzusetzen, daß die Korrekturen,
Verlagsbuchhandlung/Leipzig
Inselstraße 22/24
Dr.R./Schm. Leipzig, am 28. Juni 1928.
Herrn Franz Karl Ginzkey,
Salzburg
Imbergstrasse 26.
[Wasserzeichen:] LLOYD POST
Sehr verehrter und lieber Herr Ginzkey!
Heute komme ich nun dazu, Sie um Einlösung Ihres Ver-
sprechens zu bitten, das Sie mir kürzlich gaben. Ich sende
Ihnen gleichzeitig die Korrektur der Übersetzung, die Frau
Dr.Zweig von Jaloux's Roman "O toi que j'eusse aimée" ge -
macht hat; und zwar ist es die Originalkorrektur, in die Frau
Dr.Zweig ihre Änderungen mit Tinte eintrug. Mit Bleistift
sind nun die Vorschläge gemacht worden, die in unserer Ver -
lagsredaktion als unbedingt notwendig erachtet werden. Die
allerschlimmsten Stellen sind mit Rotstift angestrichen, da-
mit Herr Dr.Zweig sich leicht ohne viel Zeitverlust von der
Unzulänglichkeit der Übersetzung überzeugen kann.
Ich brauche Ihnen wohl nicht zu sagen, wie dankbar
ich Ihnen dafür bin, wenn Sie diese an sich recht heikle
Mission übernehmen wollen, bei Frau Dr. Zweig mit Hilfe ih-
res Mannes die Überzeugung durchzusetzen, daß die Korrekturen,