Redlich, Oswald: Brief an Reinhold Backmann. Wien, 19.10.1933
Ich finde dieselbe keineswegs trostlos, sondern
ganz günstig, nur in der Form hypothetisch,
was ja unter gegenwärtigen Umständen
[b]egreiflich ist. Es würde sich also um eine
Druckunterstützung „für den nächsten er-
scheinenden Band“ handeln und wenn Sie die
Zeit gekommen erachten, so wird es gut
sein, ein Ansuchen an die Österreichisch-Deutsche
Wissenschaftshilfe zu richten.
Von der Stadt Wien sind die bewilligten 1000 S
eingetroffen, vom Ministerium 250 S, sonst
nichts, es ist auch vom Minist. kaum mehr etwas
zu erwarten. Diese Gelder reichen nicht zur Be-
streitung der ganzen Drucksubvention für den letzt-
[er]schienenen Band, also ist für den nächsten
Band natürlich gar nichts da und da würde
eben eine Subvention der Notgemeinschaft bezw
Wissenschaftshilfe erforderlich sein.