Redlich, Oswald: Brief an Reinhold Backmann. Wien, 24.11.1931
Ein Weg wäre, wenn von Seite des sächsischen
Ministeriums eine Stelle (z. B. Konsulat)
in Wien bezeichnet würde, an die das Geld hier in Schilling aus-
gezahlt werden könnte und die es dann seinerseits
und seinerzeit an das Ministerium refundiert.
Oder: es gibt reichsdeutsche Firmen, welche öster-
reichische Postsparkassen-Erlagscheine führen, so daß
man mit diesen hier in Schilling einzahlen kann.
Wenn Sie eine solche Firma in Plauen hätten, dann
könnte das Geld an SIe geleitet werden und Sie
würden es an das „Ruhegeldamt” einzahlen. Aller-
dings etwas umständlich.
Oder: wenn es Ihnen möglich wäre, könnten
Sie den Monatsbetrag zunächst selbst einzahlen und das
Geld würde Ihnen sofort rückerstattet werden,
wenn die Devisensperre aufgehoben ist.
Ich erwarte übrigens, daß doch die Sendung der
jetzt fälligen Oktoberrate freigegeben wird, so daß dies
einmal erledigt werden kann. Das weitere muß
sich finden.