Wien 28. 1. 1920.
Liebster Max!
Ich danke Dir recht von Herzen für
Deine Wünsche zu meinem Geburtstage.
Diese Tage fangen nun schon an, immer
weniger Freudenfeste zu werden: ob
ich den Sechziger erleben werde?! Ich bin oft
recht miselsüchtig. Das Packen, Umräumen,
Möbelhandeln, das Hungern und Frieren in
der nicht mehr zusammenräumbaren Wohnung,
mannigfacher Ärger und Verdruß, die
nun sich einstellende Abspannung nach den
unendlichen Mühen der Weihnachtsmesse,
das Gefühl der Unsicherheit in der Zukunft,
Katarrh u.s.w, u.s.w. Alles hilft zusammen,
um mich ganz trübsinnig zu machen. Nun,
hoffen wir, daß es wieder anders wird.
Liebster Max!
Ich danke Dir recht von Herzen für
Deine Wünsche zu meinem Geburtstage.
Diese Tage fangen nun schon an, immer
weniger Freudenfeste zu werden: ob
ich den Sechziger erleben werde?! Ich bin oft
recht miselsüchtig. Das Packen, Umräumen,
Möbelhandeln, das Hungern und Frieren in
der nicht mehr zusammenräumbaren Wohnung,
mannigfacher Ärger und Verdruß, die
nun sich einstellende Abspannung nach den
unendlichen Mühen der Weihnachtsmesse,
das Gefühl der Unsicherheit in der Zukunft,
Katarrh u.s.w, u.s.w. Alles hilft zusammen,
um mich ganz trübsinnig zu machen. Nun,
hoffen wir, daß es wieder anders wird.