Reiter, Josef: Brief an Max von Millenkovich-Morold. Wien, 31.3.1919
gewiesen habe. Mir bietet nun dieser Emmerich
Maday für meine Mitwirkung 50K an.
Ich bitte Dich Hrn. Maday, dem ich auf diese
beleidigende Zumutung gar nicht erst ant=
worte, zu sagen, daß ich Fleischer zuliebe
gegen eine Bezahlung von 100K mittue.
Die Jammereien und Schnorrereien dieser
ganz unter jüdischer Führung stehenden soge=
nannten Volksbildungsstätten sind ja zur
Genüge bekannt. Hie und da putzen sie
sich durch die meist erzwungene Mitwir=
kung wirklicher Künstler auf; sonst aber
besorgt die musikalischen Vorführungen
das ganze Heer des jüdischen Dilettantentums.
Das ist dann gut genug für das „Volk”. Leider
ist es auch in der Urania mit den musi=