Wien 6. März 1915
Innigstverehrte, teure Frau Mutter!
Alle meine Gedanken und Empfindungen
weilen am morgigen Milowtage bei dem armen
Leidensmanne und bei seiner schwergeprüften
Lebensgefährtin. Sagen Sie dem teuren Vater
meine innigsten Grüße! Ach, wer ihm doch
seine Schmerzen erleichtern könnte! Muß er
den Kelch der Leiden bis zur Neige leeren?
Will sich gar keine Hoffnung mehr zeigen?
Laßen Sie mein teilnehmendes,
tiefbetrübtes Herz bei Ihnen weilen und mich
Ihren stets getreuen Sohn und Freund bleiben,
so lange wir auf dieser jammervollen Welt
noch verweilen.
Josef Reiter.
Innigstverehrte, teure Frau Mutter!
Alle meine Gedanken und Empfindungen
weilen am morgigen Milowtage bei dem armen
Leidensmanne und bei seiner schwergeprüften
Lebensgefährtin. Sagen Sie dem teuren Vater
meine innigsten Grüße! Ach, wer ihm doch
seine Schmerzen erleichtern könnte! Muß er
den Kelch der Leiden bis zur Neige leeren?
Will sich gar keine Hoffnung mehr zeigen?
Laßen Sie mein teilnehmendes,
tiefbetrübtes Herz bei Ihnen weilen und mich
Ihren stets getreuen Sohn und Freund bleiben,
so lange wir auf dieser jammervollen Welt
noch verweilen.
Josef Reiter.