Reinhart, Werner: Brief an Ernst Krenek. Winterthur, 8.6.1933
WERNER REINHART
RYCHENBERG
WINTERTHUR
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dingungen zusagen würde. Ich möchte aber immerhin die Kan-
didatur von Frau Peltenburg deswegen noch nicht fallen las-
sen, denn sie hätte natürlich überall mehr Zugskraft und
gäbe dem Abend auch sonst wohl noch mehr Gewicht. Frau
Mihacsek wäre wohl kaum weniger anspruchsvoll als Frau Pel-
tenburg und überdies scheint sie nach Schulthess' Aussage
nicht mehr ganz so zugkräftig wie früher zu sein. Mit
Löffel werden wir, denke ich, für 2 Abende, wenn dieselben
gleich auf einander folgen, wohl für pauschal Fr. 600.--
abmachen können. Dürfte ich Sie nun bitten, mir auch noch
ganz offen zu sagen, welches Honorar Sie selber für 1, 2
oder 3 Abende beanspruchen würden, damit wir unser Budget
genau aufstellen können. Ich hoffe, dass wenn Zürich auch
zustandekommt,dann Bern vielleicht umso eher ( durch die
Sänger selbst) angeschlossen werden könnte. Immerhin hat
Schulthess dahin, glaube ich, noch keine direkten Schritte
unternommen. Haben Sie wegen des Zeitpunktes besondere
Wünsche, oder können wir da noch ganz frei über Sie ver-
fügen ? Auch hierüber möchte ich gerne Ihre Ansicht wissen.
Auch ich habe mich sehr gefreut, wieder mit Ihnen
zusammen gewesen zu sein.
Dass Ihr Bühnenwerk fertig geworden ist, hat mich
auch sehr gefreut zu hören und gerne sehe ich dem Buch ent-
gegen, das Sie mir in Aussicht stellen. Was noch das Programm