WERNER REINHART
RYCHENBERG
WINTERTHUR
-2-
Konzerten. Natürlich denke ich dann an eine Aufführung in der
Originalbesetzung, die aber wiederum nur während der Orchester-
saison (Oktober/April) stattfinden kann. Ihren neuen Liedercyklus
habe ich mir bereits bestellt und freue mich, dieses neue Werk
kennen zu lernen. Nun muss ich Ihnen leider noch sagen, dass wir Ihre
II.Symphonie am 9.Januar doch nicht aufführen können, und zwar,
weil uns die Besetzung unerwartete Schwierigkeiten bereitet. Wir
sind, wie Sie wissen, für die Verstärkung immer auf Zuzug von
auswärts angewiesen und die Studien-Aufführungen, die uns keine
Einnahmen bringen, müssen sich in Bezug auf die Ausgaben eine
gewisse Beschränkung auferlegen. Dafür wird uns Scherchen Ihr
„Potpourri“ an diesem Tag bringen, an dem auch Ihnen selber, glaube
ich, noch mehr als an der Symphonie gelegen ist. Es ist dann auch eine
Ergänzung zu der kürzlich in Zürich mit vielem Beifall aufge-
nommenen „kleinenSymphonie“ und die Winterthurer, die Sie ja eigent-
lich nur aus früheren Werken kennen, bekommen so einen Einblick
in Ihr gegenwärtiges Schaffen.
Sehr gerne wäre ich zur Uraufführung des "Orest"
nach Leipzig gekommen, aber, da mein Bruder bis ca.Mitte Februar
von hier abwesend ist, kann ich jetzt, selbst auf kurze Zeit, nicht
gut von hier weg. Ich wünsche Ihnen für diesen Tag im voraus alles
Gute und verbleibe inzwischen mit den herzlichsten Grüssen an Sie
und Ihre Frau Gemahlin
stets Ihr
Werner Reinhart
RYCHENBERG
WINTERTHUR
-2-
Konzerten. Natürlich denke ich dann an eine Aufführung in der
Originalbesetzung, die aber wiederum nur während der Orchester-
saison (Oktober/April) stattfinden kann. Ihren neuen Liedercyklus
habe ich mir bereits bestellt und freue mich, dieses neue Werk
kennen zu lernen. Nun muss ich Ihnen leider noch sagen, dass wir Ihre
II.Symphonie am 9.Januar doch nicht aufführen können, und zwar,
weil uns die Besetzung unerwartete Schwierigkeiten bereitet. Wir
sind, wie Sie wissen, für die Verstärkung immer auf Zuzug von
auswärts angewiesen und die Studien-Aufführungen, die uns keine
Einnahmen bringen, müssen sich in Bezug auf die Ausgaben eine
gewisse Beschränkung auferlegen. Dafür wird uns Scherchen Ihr
„Potpourri“ an diesem Tag bringen, an dem auch Ihnen selber, glaube
ich, noch mehr als an der Symphonie gelegen ist. Es ist dann auch eine
Ergänzung zu der kürzlich in Zürich mit vielem Beifall aufge-
nommenen „kleinenSymphonie“ und die Winterthurer, die Sie ja eigent-
lich nur aus früheren Werken kennen, bekommen so einen Einblick
in Ihr gegenwärtiges Schaffen.
Sehr gerne wäre ich zur Uraufführung des "Orest"
nach Leipzig gekommen, aber, da mein Bruder bis ca.Mitte Februar
von hier abwesend ist, kann ich jetzt, selbst auf kurze Zeit, nicht
gut von hier weg. Ich wünsche Ihnen für diesen Tag im voraus alles
Gute und verbleibe inzwischen mit den herzlichsten Grüssen an Sie
und Ihre Frau Gemahlin
stets Ihr
Werner Reinhart