WERNER REINHART
RYCHENBERG
WINTERTHUR
Winterthur, den 1.Februar 1932.
Verehrter, lieber Herr Křenek!
Entschuldigen Sie bitte vielmals,
wenn ich Ihnen bis jetzt auf Ihren freundlichen Neujahrsbrief noch
nicht geantwortet habe. Leider habe ich das neue Jahr nicht gut
begonnen und musste mich schon in den allerersten Tagen mit einer
Angina zu Bett legen, die mich volle vier Wochen lahm gelegt hat.
Nun habe ich heute meine Tätigkeit wieder einigermassen aufnehmen
können und möchte nicht länger warten, um Ihnen zu sagen, wie sehr
ich mich über Ihre freundlichen Worte gefreut habe. Ich hoffe,
dass Sie das neue Jahr gut begonnen haben und möchte Ihnen und Ihrer Gattin, wenn
auch nun schon recht spät, noch nachträglich alles Gute wünschen.
Sehr hätte ich mich gefreut, Sie anlässlich der von Ihnen geplanten
Schweizerreise wieder zu sehen, aber da mich mein Arzt noch dringend
nach dem Süden schickt, werde ich, wenn Sie am 9. dies nach Zürich
kommen, dann leider nicht da sein. Ich gedenke, in der zweiten
Hälfte dieser Woche an die Riviera zu fahren, und werde wohl
frühestens am 15/16. dann wieder hier sein. Es tut mir wirklich nun
sehr leid, die Zürcher Aufführung Ihrer Variationen verfehlen zu
müssen, aber dafür werde ich dann hoffentlich die hiesige am 28.
hören können. So lange werden Sie wohl kaum in der Schweiz bleiben
können, fürchte ich. Ich hoffe aber, dass wir uns dafür später im
Lauf des Jahres dann wieder einmal sehen werden. Inzwischen bin ich
mit meinen besten Empfehlungen an Ihr verehrte Frau Gemahlin und
herzlichen Grüssen an Sie Ihr
Werner Reinhart
RYCHENBERG
WINTERTHUR
Winterthur, den 1.Februar 1932.
Verehrter, lieber Herr Křenek!
Entschuldigen Sie bitte vielmals,
wenn ich Ihnen bis jetzt auf Ihren freundlichen Neujahrsbrief noch
nicht geantwortet habe. Leider habe ich das neue Jahr nicht gut
begonnen und musste mich schon in den allerersten Tagen mit einer
Angina zu Bett legen, die mich volle vier Wochen lahm gelegt hat.
Nun habe ich heute meine Tätigkeit wieder einigermassen aufnehmen
können und möchte nicht länger warten, um Ihnen zu sagen, wie sehr
ich mich über Ihre freundlichen Worte gefreut habe. Ich hoffe,
dass Sie das neue Jahr gut begonnen haben und möchte Ihnen und Ihrer Gattin, wenn
auch nun schon recht spät, noch nachträglich alles Gute wünschen.
Sehr hätte ich mich gefreut, Sie anlässlich der von Ihnen geplanten
Schweizerreise wieder zu sehen, aber da mich mein Arzt noch dringend
nach dem Süden schickt, werde ich, wenn Sie am 9. dies nach Zürich
kommen, dann leider nicht da sein. Ich gedenke, in der zweiten
Hälfte dieser Woche an die Riviera zu fahren, und werde wohl
frühestens am 15/16. dann wieder hier sein. Es tut mir wirklich nun
sehr leid, die Zürcher Aufführung Ihrer Variationen verfehlen zu
müssen, aber dafür werde ich dann hoffentlich die hiesige am 28.
hören können. So lange werden Sie wohl kaum in der Schweiz bleiben
können, fürchte ich. Ich hoffe aber, dass wir uns dafür später im
Lauf des Jahres dann wieder einmal sehen werden. Inzwischen bin ich
mit meinen besten Empfehlungen an Ihr verehrte Frau Gemahlin und
herzlichen Grüssen an Sie Ihr
Werner Reinhart