Richter, Helene: Brief an Marie von Ebner-Eschenbach. o.O., 13.9.1914
in einem gewissermassen eigenen
Kreise der Thätigkeit, der Ihr Brief mir
andeutet, vorbildlich u. - beneidenswerth.
Hier in der Stadt giebt es nämlich für
unsereins nur eine höchst beschränkte
Möglichkeit persönlicher Bethätigung.
Wem es nicht gegeben ist, sich vorzu-
drängen, der ist darauf angewiesen,
sein - leider all zu geringes - Schärflein
beizutragen u. im Uebrigen in seiner
gewohnten Lebenssphäre zu bleiben. Der
Hilfskräfte sind angeblich überall zu
viele. Nun, wenn die Arbeit nur gethan