Petrarca, Sonetto CC xL VIII.
(L'alma mia fiamma oltra le belle bella)
Erhabne Flamme, mehr als schöne schön,
zu der der Himmel neigte so unstreitig,
dass er beschloss, sie, ach für mich zu zeitig,
zu dem ihr gleichen Sterne zu erhöhn.
Jetzt erst erwach ich und gewahr, wie sie
zu meinem Besten jenen Wünschen wehrte,
da sie der Gluth, die Jugend noch vermehrte,
ihr Antlitz süß zugleich und trügend lieh.
Ihr dank ich, ihrem Rath und Augenmerk;
wie machte sie mit sanftestem Verachten
in meinem Brand das eigne Heil mir dringend.
Durch Künste, welche würdige Früchte brachten,
war Zunge hier und Braue dort am Werk,
ich Ruhm auf sie, sie in mich Tugend bringend.
(L'alma mia fiamma oltra le belle bella)
Erhabne Flamme, mehr als schöne schön,
zu der der Himmel neigte so unstreitig,
dass er beschloss, sie, ach für mich zu zeitig,
zu dem ihr gleichen Sterne zu erhöhn.
Jetzt erst erwach ich und gewahr, wie sie
zu meinem Besten jenen Wünschen wehrte,
da sie der Gluth, die Jugend noch vermehrte,
ihr Antlitz süß zugleich und trügend lieh.
Ihr dank ich, ihrem Rath und Augenmerk;
wie machte sie mit sanftestem Verachten
in meinem Brand das eigne Heil mir dringend.
Durch Künste, welche würdige Früchte brachten,
war Zunge hier und Braue dort am Werk,
ich Ruhm auf sie, sie in mich Tugend bringend.