Lieber, verehrter H. R., die D.-Valmore, den Schiele, Ihren lieben
Brief und die Karte erhielt ich, alles mit dem besten Dank
und vieler ehrlicher Freude. Der Grund meines langen Schwei=
gens ist eine schwere psychische Depression, die es mir
durch Wochen unmöglich machte, eine Feder anzurühren.
Jetzt fängt es an, etwas besser zu gehen, und sobald
ich wieder halbwegs auf gleich bin, schreibe ich Ihnen
einen langen Brief. Aber viel schöner wär's, Sie kämen
wirklich endlich einmal her! Vor Ende Juni werde ich kaum
wieder in Wien sein, aber dann wahrscheinlich für
dauernd. Was arbeiten Sie jetzt, und wie geht es mit
Avalun? Über Villiers und die Bibliomanen habe ich
keine Zeile gelesen. Ich bin ganz aus der Welt. Ich lasse
mich Herrn Brüll bestens empfehlen. Ihrer Frau die
ergebensten Handküsse. In alter Dankbarkeit bin ich
stets Ihr ERieger Salzburg, 27.IV.22.
Brief und die Karte erhielt ich, alles mit dem besten Dank
und vieler ehrlicher Freude. Der Grund meines langen Schwei=
gens ist eine schwere psychische Depression, die es mir
durch Wochen unmöglich machte, eine Feder anzurühren.
Jetzt fängt es an, etwas besser zu gehen, und sobald
ich wieder halbwegs auf gleich bin, schreibe ich Ihnen
einen langen Brief. Aber viel schöner wär's, Sie kämen
wirklich endlich einmal her! Vor Ende Juni werde ich kaum
wieder in Wien sein, aber dann wahrscheinlich für
dauernd. Was arbeiten Sie jetzt, und wie geht es mit
Avalun? Über Villiers und die Bibliomanen habe ich
keine Zeile gelesen. Ich bin ganz aus der Welt. Ich lasse
mich Herrn Brüll bestens empfehlen. Ihrer Frau die
ergebensten Handküsse. In alter Dankbarkeit bin ich
stets Ihr ERieger Salzburg, 27.IV.22.