Roller, Alfred: Brief an Emma Teschner. Saalfelden, 29.8.1914
Morgens pilgere ich nach Saalfelden,
die Zeitungen und die Post zu holen.
Beides wird dann zu Hause gespannt
erwartet. Mileva ist ja so tapfer
und stark. Aber sollte ihrem
Bruder etwas Ernstes geschehen, so
wäre das eine unheilbare Wunde
für sie. - Die Buben spielen natürlich
Krieg. Ohne Losungswort wird man
nicht in den Garten gelassen. Alle
Augenblick brüllt einer, weil ihm
der andere im Gefecht eine Fahne
oder dergl. auf den Schädel gehaut
hat. Uli beklagt sich: „Ich hab einen
kleinen Käfer gefunden und mit
ihm ein kleines bissel Krieg gespielt
und jetzt sagt er, er ist tod!” -
Nun es ist nicht unmöglich, dass