Dr. Peter Rosegger
Graz. 19. März 1917.
Lieber Freund Kienzl!
Wegen Deiner Familienangelegenheit,
die seit einiger Zeit eine gewisse Miß=
stimmung in mir erzeugte, hast Du zwar
mich nicht in Dein Vertrauen gezogen.
Aber es kann mir, Deinem alten
Freund, nicht gleichgiltig sein, was
überall darüber gesprochen wird,
u. so muß ich mir erlauben, aus
eigenem Anlaß ein par Worte
davon zu reden. Nicht etwa, daß
ich mich als Vermittler einmischen
wollte, das soll ein Dritter nie,
aber meine aufrichtige Teilnahme
tue ich Dir kund.
Vor allem erkläre ich, daß meine
vor Kurzem an Dich, sowie an Andere,
gerichtete „Mitleidsfrage“ nicht
auf Dein Geschick abzielte, sondern
ganz allgemein gemeint war.
Graz. 19. März 1917.
Lieber Freund Kienzl!
Wegen Deiner Familienangelegenheit,
die seit einiger Zeit eine gewisse Miß=
stimmung in mir erzeugte, hast Du zwar
mich nicht in Dein Vertrauen gezogen.
Aber es kann mir, Deinem alten
Freund, nicht gleichgiltig sein, was
überall darüber gesprochen wird,
u. so muß ich mir erlauben, aus
eigenem Anlaß ein par Worte
davon zu reden. Nicht etwa, daß
ich mich als Vermittler einmischen
wollte, das soll ein Dritter nie,
aber meine aufrichtige Teilnahme
tue ich Dir kund.
Vor allem erkläre ich, daß meine
vor Kurzem an Dich, sowie an Andere,
gerichtete „Mitleidsfrage“ nicht
auf Dein Geschick abzielte, sondern
ganz allgemein gemeint war.