es täte mir leid, wenn Du von einem „meiner“
Stoffe, d. h. der Stoffe aus dem Volksleben, wieder
um eine Stufe herabgestiegen wärest. Ab=
gesehen von meiner „Mitschuld“. Am besten, Du
bekennst das Stück kurzweg als Posse oder
Operette; der Musik, wenn sie an sich gut ist,
schadet das ja nichts. Ein harmloses Publikum
wird dann leicht sein Verhältnis zu dem
Stück finden. Und der Steirer wird sich nicht
beklagen können, als hättest Du schnöde
Schwankfiguren zu wirklichen Volkstypen
machen wollen.
Zur Zeit Deiner ersten Anfrage waren mir
die von mir u. Anderen geschilderten Dinge
nicht genau im Kopf; bei Deiner Vorlesung
war ich - das empfand ich schon damals -
durch Überarbeitung u. körperliches Leiden
abgestumpft, u. so übersah ich, was mir
jetzt auffällt. Vielleicht sind es jetzt auch nur
Skrupel u. es macht auf der Bühne doch einen
günstigen Eindruck.
Möchte die Weltgeschichte, die jetzt finster u. wild
auf dem Kothurn schreitet, sich bis zur Saison
so gestalten, daß überhaupt etwas Hei=
teres auf der Bühne möglich ist.
Jetzt sieht es schlecht aus. Ich meine nicht das
Politische u. Strategische. Ich sehe den Haß zwi=
schen den Völkern, der offiziell u. inoffi=
ziel so wie noch nie geschürt wird u.
der täglich wächst u. es wirklich auf
Stoffe, d. h. der Stoffe aus dem Volksleben, wieder
um eine Stufe herabgestiegen wärest. Ab=
gesehen von meiner „Mitschuld“. Am besten, Du
bekennst das Stück kurzweg als Posse oder
Operette; der Musik, wenn sie an sich gut ist,
schadet das ja nichts. Ein harmloses Publikum
wird dann leicht sein Verhältnis zu dem
Stück finden. Und der Steirer wird sich nicht
beklagen können, als hättest Du schnöde
Schwankfiguren zu wirklichen Volkstypen
machen wollen.
Zur Zeit Deiner ersten Anfrage waren mir
die von mir u. Anderen geschilderten Dinge
nicht genau im Kopf; bei Deiner Vorlesung
war ich - das empfand ich schon damals -
durch Überarbeitung u. körperliches Leiden
abgestumpft, u. so übersah ich, was mir
jetzt auffällt. Vielleicht sind es jetzt auch nur
Skrupel u. es macht auf der Bühne doch einen
günstigen Eindruck.
Möchte die Weltgeschichte, die jetzt finster u. wild
auf dem Kothurn schreitet, sich bis zur Saison
so gestalten, daß überhaupt etwas Hei=
teres auf der Bühne möglich ist.
Jetzt sieht es schlecht aus. Ich meine nicht das
Politische u. Strategische. Ich sehe den Haß zwi=
schen den Völkern, der offiziell u. inoffi=
ziel so wie noch nie geschürt wird u.
der täglich wächst u. es wirklich auf