Dr. Peter Rosegger
Graz.
2. März 1916.
Lieber Freund!
Müssige Leute reden oft herum, daß Dein
„Kuhreigen“ Dir bisher schon über eine
halbe Million eingetragen habe. Weil mir
ähnliche Überschätzungen selber schon passiert
sind, so pflege ich bei Gelegenheit den üppigen
Phantasien zu widersprechen, habe aber hier
keine rechte Basis. Deine Mitteilung
über die 5 % Bartsch's wäre vielleicht
eine solche Basis. Hast Du was dagegen, wenn
ich bei Gelegenheit im Gespräch sie erwähnte?
Man ist in solchen Sachen den Leuten ja
keine Rechenschaft schuldig, aber nach
meiner Empfindung wollen wir weder
für arm noch für reich gelten - besonders
wenn's nicht wahr ist. Freilich sind Deine
grossen Kriegsfürsorge=Spenden eines
Millionärs würdig, aber dem Gottbegnadeten
ist es halt einmal gegeben, daß er mit
fünf Broten zehntausend Mann speist.
Sei gegrüßt!
R.
Graz.
2. März 1916.
Lieber Freund!
Müssige Leute reden oft herum, daß Dein
„Kuhreigen“ Dir bisher schon über eine
halbe Million eingetragen habe. Weil mir
ähnliche Überschätzungen selber schon passiert
sind, so pflege ich bei Gelegenheit den üppigen
Phantasien zu widersprechen, habe aber hier
keine rechte Basis. Deine Mitteilung
über die 5 % Bartsch's wäre vielleicht
eine solche Basis. Hast Du was dagegen, wenn
ich bei Gelegenheit im Gespräch sie erwähnte?
Man ist in solchen Sachen den Leuten ja
keine Rechenschaft schuldig, aber nach
meiner Empfindung wollen wir weder
für arm noch für reich gelten - besonders
wenn's nicht wahr ist. Freilich sind Deine
grossen Kriegsfürsorge=Spenden eines
Millionärs würdig, aber dem Gottbegnadeten
ist es halt einmal gegeben, daß er mit
fünf Broten zehntausend Mann speist.
Sei gegrüßt!
R.