Dr. Peter Rosegger
Graz. 29.1.1917.
Lieber Freund!
Immer wiederkehrt in den Blättern
die Behauptung, daß der Stoff Deiner
neuen Oper meinem „Bruggnwirt
sei leßter Willn“ entnommen sei.
Ich bitte Dich recht schön, stelle diesen
Humbug ab. Mein Geschichtl ist ja ge=
rade das Gegenteil der Fabel Deines
„Testaments.“ Wenn es wahr wäre,
was die Blätter seit Wochen u. Wochen
sagen (Du liest sie doch?), so müßte ich
Dich ja um meinen Teil der Tanti=
emen angehen!
- Nein, nein,
das ist mir nur so aus der Feder
gerutscht.
Deine 3 hohen Stiegen schützen Dich
vor meinem Besuch, obschon ich sehr
wichtig Dir zuzuhören hätte. Gewisse
Dinge will ein redlicher Freund nicht
immer von anderen Leuten hören.
Sei gegrüßt!
Peter Rosegger
Graz. 29.1.1917.
Lieber Freund!
Immer wiederkehrt in den Blättern
die Behauptung, daß der Stoff Deiner
neuen Oper meinem „Bruggnwirt
sei leßter Willn“ entnommen sei.
Ich bitte Dich recht schön, stelle diesen
Humbug ab. Mein Geschichtl ist ja ge=
rade das Gegenteil der Fabel Deines
„Testaments.“ Wenn es wahr wäre,
was die Blätter seit Wochen u. Wochen
sagen (Du liest sie doch?), so müßte ich
Dich ja um meinen Teil der Tanti=
emen angehen!
- Nein, nein,
das ist mir nur so aus der Feder
gerutscht.
Deine 3 hohen Stiegen schützen Dich
vor meinem Besuch, obschon ich sehr
wichtig Dir zuzuhören hätte. Gewisse
Dinge will ein redlicher Freund nicht
immer von anderen Leuten hören.
Sei gegrüßt!
Peter Rosegger