Schenker, Heinrich: Postkarte an Otto Erich Deutsch. o.O., 6.6.1927
Lieber Herr Deutsch! Am Mittwoch ist H. v. Hoboken
½ 5 - ½ 7 bei mir (Ersatzstunden für den letzten Dienstag
des Monats). Es tut uns sehr leid, dß wir nicht mittun
können! - Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie im Br. Museum
wegen der Handschrift op. 79 anfragten (Nottebohm weiß nichts
davon; ich hatte nur die Org.-A.). Soeben habe ich die Korr.
der „appass.” (op 57) nach dem Facsimile durchgeführt, Hertzka
hat die Korr. sofort erledigen lassen. Was Sie über eine
Neuausgabe von Mozarts Klv. Son. nach Handschr. bei „U. E”
erzählten, wäre möglich. Mit mir schloß Hertzka zwar den Vertrag,
aber für Vorlagen wollte er nicht aufkommen, - heute, da er
mit einem anderen Herausgeber arbeitet, mag ihm das leichter
fallen, ein altes Gesetz in Wien: für Schenker nichts, für jeden
Andern Alles. (Darnach auch die Ernte!) Ihnen Beiden
von uns Beiden herzlichste Grüße Ihr HSch
6. 6. 27