⁒
durch diese postalische Ungeheuerlichkeit; sie raubte uns die
Möglichkeit Sie wiederzusehen Ihre Frau Gemahlin kennen
zu lernen und einige froh zu durchplaudernde Stunden in
Ihrem Hause verleben zu dürfen. Ja, für uns Beide wäre
dies wirklich zu einer Fete geworden; das erste Fest, nach
einer vier Jahre lang durchtrauerten Zeit! - - -
Ihre geschilderten Reiseerlebnisse und =eindrücke haben uns
höchlich amüsiert und interessiert, aber, dass sie Ihnen
gesundheitlich so schlecht mitgespielt, beklagen wir sehr,
hoffen jedoch vom ganzen Herzen, dass Ihre Wiedergesundung,
zeitlebens Ihnen erhalten bleiben wird. Du lieber Himmel, in
dieser Elendszeit auch noch krank sein! Diesen Luxus
dürfen wir uns nicht gestatten! Wir müssen stark und
aufrecht bleiben zu all den Kämpfen, die uns noch bevor=
stehen! Was alles blüht uns noch? - Man denkt schon kaum
mehr darüber nach und bescheidet sich mit dem, was einem
der Tag noch gnädigst bewilligt! --
Ich bin im Joche dringlicher Weihnachtsaufträge; dies auch
der Grund, dass ich den „letzten seines Stammes”, Ihren Tambour=
Major noch immer nicht ganz auf den Glanz gestellt; aber
bald soll er Ihnen ins Haus marschiert kommen und mit
ihm, so Gott will, auch sein Schöpfer sammt stärkerer Hälfte.
Unendlich freuen wir uns Sie wiederzusehen, Ihre liebe Frau
Gemahlin kennen zu lernen. Bis zu diesen schönen Stunden,
senden wir Ihnen schönste, verehrungsvollste Grüsse
zu!
Aufrichtig bleibt Ihnen zugetan
Ihr ergebenster
HansSchließmann
durch diese postalische Ungeheuerlichkeit; sie raubte uns die
Möglichkeit Sie wiederzusehen Ihre Frau Gemahlin kennen
zu lernen und einige froh zu durchplaudernde Stunden in
Ihrem Hause verleben zu dürfen. Ja, für uns Beide wäre
dies wirklich zu einer Fete geworden; das erste Fest, nach
einer vier Jahre lang durchtrauerten Zeit! - - -
Ihre geschilderten Reiseerlebnisse und =eindrücke haben uns
höchlich amüsiert und interessiert, aber, dass sie Ihnen
gesundheitlich so schlecht mitgespielt, beklagen wir sehr,
hoffen jedoch vom ganzen Herzen, dass Ihre Wiedergesundung,
zeitlebens Ihnen erhalten bleiben wird. Du lieber Himmel, in
dieser Elendszeit auch noch krank sein! Diesen Luxus
dürfen wir uns nicht gestatten! Wir müssen stark und
aufrecht bleiben zu all den Kämpfen, die uns noch bevor=
stehen! Was alles blüht uns noch? - Man denkt schon kaum
mehr darüber nach und bescheidet sich mit dem, was einem
der Tag noch gnädigst bewilligt! --
Ich bin im Joche dringlicher Weihnachtsaufträge; dies auch
der Grund, dass ich den „letzten seines Stammes”, Ihren Tambour=
Major noch immer nicht ganz auf den Glanz gestellt; aber
bald soll er Ihnen ins Haus marschiert kommen und mit
ihm, so Gott will, auch sein Schöpfer sammt stärkerer Hälfte.
Unendlich freuen wir uns Sie wiederzusehen, Ihre liebe Frau
Gemahlin kennen zu lernen. Bis zu diesen schönen Stunden,
senden wir Ihnen schönste, verehrungsvollste Grüsse
zu!
Aufrichtig bleibt Ihnen zugetan
Ihr ergebenster
HansSchließmann