seine Ein- und Hinrichtung der „Franziska″ Wedekinds erleiden
müssen, den beleidigendsten Theaterabend, dessen ich mich entsinne.
Und vorgestern, beim „Orpheus″ Gluck's, wusste er durch
unentrinnbare Augenqual fast von der Ohrenweide zu vertreiben.
Sein Sündenverzeichnis ist für mich einstweilen voll, ich
werde für die nächsten Jahre Begegnungen mit seinen fragwürdigen
Gestaltungen meiden, ich bin dem Anblick der Misshandlungen,
die in seinem schmutzigen Prokrustesbett vorgenommen werden,
nicht mehr gewachsen, die sinnleeren Nachahmungen des
verstaubten Vordergrunds der „Fairoffenbarungen″ sind unerträglich.
Ahnungslosigkeit und Dreistigkeit, Unfruchtbarkeit und
Kraftmeiertum, Geistfremdheit, selbst Gewürzmangel,
das ist mir zu „neu″, ich sehe nur schäbige Papier-
blumen, die gern Orchideen vortäuschen möchten. –
„Johnny″ kann vom Publikum leicht missverstanden werden.
Der eine Hauptspieler: Max, vielspältig, verfeinert, belastet,
nach innen gekehrt, drückt sein Leiden eigentümlich,
individualistisch, aristokratisch, also vergleichsweise
unzugänglich aus; der andere Hauptspieler: Johnny,
unbeschwert, einfältig, drückt seine Triebe wie alle
Welt auf seiner Stufe aus, sein Ausdruck ist also schon
bekannt, wirkt vergleichsweise als Zitat, dazu ist er lustig,
handelnd, Tageserscheinungsgleichnis. Er hat so ohnehin
einen Vorsprung vor Max. Und die Beiden haben eigentlich
gar keine Berührung miteinander. Johnny ist nicht
wie Leporello Figaro Papageno: Bedienter, untergeordnet,
im Zustand seiner unentwickelten Stellung, sondern, wie mir
scheint, bei Ihnen ein Endpunkt, ein Ziel. Eine richtige
müssen, den beleidigendsten Theaterabend, dessen ich mich entsinne.
Und vorgestern, beim „Orpheus″ Gluck's, wusste er durch
unentrinnbare Augenqual fast von der Ohrenweide zu vertreiben.
Sein Sündenverzeichnis ist für mich einstweilen voll, ich
werde für die nächsten Jahre Begegnungen mit seinen fragwürdigen
Gestaltungen meiden, ich bin dem Anblick der Misshandlungen,
die in seinem schmutzigen Prokrustesbett vorgenommen werden,
nicht mehr gewachsen, die sinnleeren Nachahmungen des
verstaubten Vordergrunds der „Fairoffenbarungen″ sind unerträglich.
Ahnungslosigkeit und Dreistigkeit, Unfruchtbarkeit und
Kraftmeiertum, Geistfremdheit, selbst Gewürzmangel,
das ist mir zu „neu″, ich sehe nur schäbige Papier-
blumen, die gern Orchideen vortäuschen möchten. –
„Johnny″ kann vom Publikum leicht missverstanden werden.
Der eine Hauptspieler: Max, vielspältig, verfeinert, belastet,
nach innen gekehrt, drückt sein Leiden eigentümlich,
individualistisch, aristokratisch, also vergleichsweise
unzugänglich aus; der andere Hauptspieler: Johnny,
unbeschwert, einfältig, drückt seine Triebe wie alle
Welt auf seiner Stufe aus, sein Ausdruck ist also schon
bekannt, wirkt vergleichsweise als Zitat, dazu ist er lustig,
handelnd, Tageserscheinungsgleichnis. Er hat so ohnehin
einen Vorsprung vor Max. Und die Beiden haben eigentlich
gar keine Berührung miteinander. Johnny ist nicht
wie Leporello Figaro Papageno: Bedienter, untergeordnet,
im Zustand seiner unentwickelten Stellung, sondern, wie mir
scheint, bei Ihnen ein Endpunkt, ein Ziel. Eine richtige