Dr. Arthur Schnitzler
Wien XVIII. Sternwartestrasse 71
21. 1. 1918.
Sehr verehrter Herr Hofrat.
Erlauben Sie mir Ihnen und der ver-
ehrten Generalintendanz meinen verbindlichsten
Dank auszusprechen dafür,dass die Mitauffüh-
rung meiner Tragikomödie „Das weite Land“ dem
Deutschen Volkstheater gestattet wurde gegen
die Bedingung,dass das Volkstheater dem Hof-
burgtheater meinen Einakter „Die Frau mit dem
Dolch“ zur Aufführung überlässt. Nun möchte
ich unter diesen neugeschaffenen Umständen
Ihnen,verehrtester Herr Direktor,ganz unver-
bindlich zur Erwägung geben,ob die Hofbühne
nicht doch die Aufführung des ganzen Zyklus
„Lebendige Stunden“ in Betracht ziehen könnte.
Die „Literatur“,wenn auch seit Jahren nicht ge-
geben,befindet sich vorläufig noch im Besitz
des Burgtheaters,die „Frau mit dem Dolche“
Wien XVIII. Sternwartestrasse 71
21. 1. 1918.
Sehr verehrter Herr Hofrat.
Erlauben Sie mir Ihnen und der ver-
ehrten Generalintendanz meinen verbindlichsten
Dank auszusprechen dafür,dass die Mitauffüh-
rung meiner Tragikomödie „Das weite Land“ dem
Deutschen Volkstheater gestattet wurde gegen
die Bedingung,dass das Volkstheater dem Hof-
burgtheater meinen Einakter „Die Frau mit dem
Dolch“ zur Aufführung überlässt. Nun möchte
ich unter diesen neugeschaffenen Umständen
Ihnen,verehrtester Herr Direktor,ganz unver-
bindlich zur Erwägung geben,ob die Hofbühne
nicht doch die Aufführung des ganzen Zyklus
„Lebendige Stunden“ in Betracht ziehen könnte.
Die „Literatur“,wenn auch seit Jahren nicht ge-
geben,befindet sich vorläufig noch im Besitz
des Burgtheaters,die „Frau mit dem Dolche“