Schnitzler, Arthur: Brief an Clara Katharina Pollaczek. Baden-Baden, 1.7.1924
dir abräth zu Frau H. zu gehen, so thue es auch
vorläufig nicht; in solchen Dingen sind die
Leute kindisch empfindlich, und es wäre nicht
politisch, das freundliche Interesse der Frau R. der
ganzen Angelegenheit gegenüber, aus Über
eilung in Frage zu stellen. - Zsolnay halte ich
im gegenwärtigen Moment für aussichtslos. - Ich nehme
übrigens an, daß bei Eintreffen dieser Zeilen auch
das letzte Gedicht fertig übersetzt ist, und
ich freue mich darüber.
Ich befinde mich hier ziemlich mäßig; - die
Unterhaltungen über die beiden wesentlichen
Probleme: das Kind; - und die Finanzen
sind etwas mühselig und erregend. Im übrigen
ist es hier theurer als ich schon gefürchtet; und auch
aus Deutschland fährt alles in die Schweiz,
- um biliger zu leben. mein Hotel ist sehr