Schroth-Ukmar, Albine: Brief an Franz Keim. Wien, 12.2.1916
schmerzhafte Fußgelenksverstauchung hinderten mich
auch die zweite Aufführung anzusehen. - Ich
hoffe nun, daß ich ein nächstes Mal werde gehen
können, um das gesprochene Wort auf mich
wirken zu lassen. Sehr habe ich bedauert,
daß verehrter Dichter sich ein so arges
Unwohlsein zugezogen - und freue mich
nun doppelt von Ihnen selbst zu hören, daß
Herr Professor (unberufen!!!) wieder wohl=
auf sind. -
Und nun danke ich innigst für die
liebe Portraitkarte und jedes liebe einzel=
ne Wort! Auch der verehrten Frau Gemah=
lin, die wie ein Genius Ihr Dichterleben
behütet, bitte ich den Ausdruck meiner
Hochschätzung zu übermitteln. Sie aber,
verehrter Dichter, mögen mir das Fünk=