Specht, Richard: Brief an Wilhelm Kienzl. Wien, 28.2.1914
te an Sie gerichtet hätte.Warum sind Sie dem "Mer-
ker" so treulos geworden und senden uns gar nichts
mehr? Es wäre mir eine herzliche Freude, Sie wie-
der einmal mit einem Ihrer schönen Aufsätze in un-
serer Zeitschrift vertreten zu sehen.
Es ist so schwer, wertvolle Artikel über
Musik zu erhalten und gar solche, die von einem pro-
duktiven Musiker stammen, dass mich Ihr langes Schwei-
gen doppelt geschmerzt hat.Hoffentlich richte ich
diesen Appell nicht vergeblich an Sie und ich habe
bald die Freude, Sie neuerdings als Mitarbeiter des
" Merker" zu begrüssen und einen Beitrag von Ihnen
zu empfangen.
Mit herzlichen Dank und Gruss
Ihr sehr ergebener
Die Redaktion des „MERKER”
Richard Specht