Staackmann, Alfred: Brief an Franz Karl Ginzkey. Leipzig, 15.11.1932
L. STAACKMANN VERLAG G. M. B. H., LEIPZIG
FERNSPRECH-NR. 64121 (KOEHLER-ZENTRALE) UND NR. 63129
POSTSCHECK-KONTO: LEIPZIG NR. 597 14
POSTSPARKASSEN-KONTO: WIEN NR. 130 399
LST
St./Li.
LEIPZIG C 1, den 15.November 1932.
POSTSCHLIESSFACH 175
Mein hochverehrter lieber Freund !
Der einliegende Brief war schon geschrieben,
als mit der rekommandierten Post Deine zweite ausführliche Zuschrift
bei mir einlief. Diese erledigt nun indankenswerter Weise alle noch
offenen Anfragen, und ich kann nun auch Dir selbst noch Auskunft
über verschiedene Dinge geben.
Mit dem hiesigen Schauspielhaus habe ich sofort
telefonisch gesprochen und von massgebender Seite gehört, dass für die
Musik zu Deinem Weihnachtsmärchen kein besonderes Honorar bezahlt worden
ist, sondern dass die Abgeltung "im Rahmen des Vertrages des ständigen
Kapellmeisters" erfolgt ist. Nur für die Verwendung einiger Melodien
von Grieg hat der Originalverleger eine einmalige Abfindung erhalten.
Den Termin der Erstaufführung (8.Dezember)
werden wir nun dem dortigen Buchhandel bekanntgeben, und ich hoffe,
auf diese Weise doch auch wieder einige Exemplare dieses Buches ab-
setzen zu können. Dass das "Verlorene Herz" nun auch in Berlin heraus-
kommen soll, freut mich sehr; im Laufe der Jahes - wenn auch im lang-
samen Tempo - werden dann wohl noch sämtliche grösserenStädte folgen.
Von den angeführten Namen haben wir bereits