Strobl, Karl Hans: Brief an Franz Karl Ginzkey. Perchtoldsdorf, 22.11.1923
Dr.Karl Hans Strob[l].
Perchtoldsdorf b. Wien.
Franz Josefstrasse 25
22. November 1923.
Herrn
Franz Karl Ginzkey
Salzburg.
Imbergstraße 26.
Lieber alter Freund !
Du hast rech t : Einem geschenkten Rex
Schaut man nicht ins Gewächs...
und aus diesen ernsten Erwägungen bin ich mit Deinem freundlichen
Vorschlag einverstanden und überlasse Dir den Nachdruck für ein Honorar
von K 600.000.- wegen des Wiederkommens! Der getreue Eckart, der in einer
seiner nächsten Nummern meine Novelle " Der Marienzwanziger" bringt, wünscht
sie durch mein holdes Bildnis einzubegleiten. Ebenso etliche andere Zeit-
schriften, Ich frage, ehe ich mein letztes Bild weggebe, ergebenst an,
ob Du nich t etwa gleiches im Schilde führst. Lass mir darüber bald Nach-
richt zukommen. Dein Bild , daß bei Kollitsch ausgestellt war, hat er mir
mit dem Hohlbaums und meinem eigenen zurückgeschickt. Ich bitte Dich da-
rüber zu verfügen, würde mich aber sehr freuen, wenn Du mir die Liebe er-
weisen und es mir zur schönen Erinnerung an die heiligen Dreikönige über-
lassen wolltest und könntest. Die Reise nach Komakuku, die ich eben lese,
ist geradezu entzückend, hast Du besondere Wünsche wegen der Besprechung ?
Verfüge ungescheut über Deinen
getreuen
DrStrobl