Thimig, Hugo: Karte an Gustav Gugitz. Badgastein, 2.7.1925
Wienerischer Theaterkultur zurückverfolgenden Be=
strebungen, war es mir immer ein Freudentag, wenn
ich irgend ein kleines erleuchtendes Andenken an die Vor=
Wandertruppenzeit fand - und nun bringt mir Ihr stau=
nenswerter Fleiß, Ihre unermüdliche Spürtätigkeit, Ihre
hohe Kunst plastischer Vorstellung diesen viele Hundert
Kerzen starken Scheinwerfer für diese Epoche in's Haus,
in's Herz! Wärmsten Dank! Ich habe in letzterer Zeit man=
ches Erlebnis, das mich an okkulte Kräfte glauben läßt.
Das letzte dieses: Beim Herabgehen der Stiege, um das Auto
zum Bahnhof zu besteigen, sagte ich zu meiner Frau:
„Eines habe ich nun doch nicht in meinem Koffer: ein
Buch, das mich in den Ferien voll und ganz interessiren
wird.″ Und in der Haustüre reicht mir die Hausbesor=