Wien, 21. 1. 20
L. Wienzeile 10
Lieber Charles! Die Züricher Zeitung vom 7. Januar,
aufgegeben am 12., ist gestern am 20. eingetroffen. Dabei
war sie express geschickt worden. Das ist jetzt das Tempo unsrer
Posten, nicht der schweizerischen, sondern der österreichischen. Dr. St.,
mit dem ich gesprochen, versichert mir, daß die Notiz im
Laufe der Woche erscheinen werde. Das Blatt wird jedenfalls
etwas schneller sein als die Post. Du hast also wieder
einen gehörigen Erfolg gehabt, wie es scheint. Nun, ich
gratuliere u. wünsche Dir, daß Du in dieser Weise fort-
fahren mögest. Was ist den aus der Sache mit den
„Wilddieben” geworden? Wird man Dich denn je wieder in
Wien sehen? Zum Verwundern wäre es freilich nicht, wenn
dieses ungeheure Saunest alle Anziehungskraft verloren hätte.
Eigentlich wird es täglich schlechter, u. eine Aussicht auf eine
Besserung ist in keine Weise vorhanden. Also wer in der
Schweiz ist, soll in der Schweiz bleiben. Überall ist es besser als
hier, wo seit 8 Tagen keine Elektr., keine Eisenbahn mehr geht u.
außerdem alle Theater geschlossen sind. Wien, das Paradies
der Theaterfreunde! Herzlichst grüßend (u. begierig, ob
Du in der von mir angeregten Sache etwas durchzusetzen
vermagst)
Hugo
L. Wienzeile 10
Lieber Charles! Die Züricher Zeitung vom 7. Januar,
aufgegeben am 12., ist gestern am 20. eingetroffen. Dabei
war sie express geschickt worden. Das ist jetzt das Tempo unsrer
Posten, nicht der schweizerischen, sondern der österreichischen. Dr. St.,
mit dem ich gesprochen, versichert mir, daß die Notiz im
Laufe der Woche erscheinen werde. Das Blatt wird jedenfalls
etwas schneller sein als die Post. Du hast also wieder
einen gehörigen Erfolg gehabt, wie es scheint. Nun, ich
gratuliere u. wünsche Dir, daß Du in dieser Weise fort-
fahren mögest. Was ist den aus der Sache mit den
„Wilddieben” geworden? Wird man Dich denn je wieder in
Wien sehen? Zum Verwundern wäre es freilich nicht, wenn
dieses ungeheure Saunest alle Anziehungskraft verloren hätte.
Eigentlich wird es täglich schlechter, u. eine Aussicht auf eine
Besserung ist in keine Weise vorhanden. Also wer in der
Schweiz ist, soll in der Schweiz bleiben. Überall ist es besser als
hier, wo seit 8 Tagen keine Elektr., keine Eisenbahn mehr geht u.
außerdem alle Theater geschlossen sind. Wien, das Paradies
der Theaterfreunde! Herzlichst grüßend (u. begierig, ob
Du in der von mir angeregten Sache etwas durchzusetzen
vermagst)
Hugo