Lieber u. hochverehrter Freund!
Ein gewisser Josef Soyka (Baden, Pfarrgasse 8), Schriftsteller, Heraus=
geber eines Werkes über Egger=Lienz etz. wurde anlässlich des 60.
Verlagsjubiläums von Staackmann zur Verlagspropaganda heran=
gezogen u. lässt sich die Sache sehr angelegen sein. Er ist u. a.
darum bemüht, Staackmann eine wohlverdiente Ordensaus=
zeichnung seitens unseres Bundespraesidenten zu verschaffen, und
bei mir hat er angefragt, ob ich nicht ein Jubiläumsfeuilleton
für die N. Fr. Pr. schreiben wolle. Dies ist nun für mich aus inneren
und äußeren Gründen unmöglich und ich fühle mich auch sachlich
nicht dazu legitimiert, da ich immer nur als Außenseiter im Verlage
figurierte u. auch z. T. behandelt wurde, da ich die Verlagstendenz
negiere, seine Produkte z. größten Teil abgeschmackt finde
und außer Dir, Schönherr u. dem früheren Bartsch niemanden
u. nichts vorfinde, womit ich mich als Autor u. Oesterreicher
identifizieren möchte. Vom verstorbenen Rosegger u. dem alten
Ertl, die ich beide verehre, ist natürlich in diesem Zusammen=
hange die Rede nicht. - Mein Verhältnis zum Verlage ist
einzig u. allein das der innigsten Freundschaft u. Dankbarkeit
für Alfred, ohne den ich längst völlig zugrunde gegangen
wäre. Du aber, lieber Freund, hast auch andere u. ältere Beziehungen
zum Verlage, reichst noch in seine Anfänge zurück und bist auch
sonst Berater und Warner. Dir steht eine Fülle von Erinnerungen
zu Gebote u. besitzest auch Takt u. Geschicklichkeit, die mir
ehrlichen aber auch ungehobelten Burschen fehlen.
Ein gewisser Josef Soyka (Baden, Pfarrgasse 8), Schriftsteller, Heraus=
geber eines Werkes über Egger=Lienz etz. wurde anlässlich des 60.
Verlagsjubiläums von Staackmann zur Verlagspropaganda heran=
gezogen u. lässt sich die Sache sehr angelegen sein. Er ist u. a.
darum bemüht, Staackmann eine wohlverdiente Ordensaus=
zeichnung seitens unseres Bundespraesidenten zu verschaffen, und
bei mir hat er angefragt, ob ich nicht ein Jubiläumsfeuilleton
für die N. Fr. Pr. schreiben wolle. Dies ist nun für mich aus inneren
und äußeren Gründen unmöglich und ich fühle mich auch sachlich
nicht dazu legitimiert, da ich immer nur als Außenseiter im Verlage
figurierte u. auch z. T. behandelt wurde, da ich die Verlagstendenz
negiere, seine Produkte z. größten Teil abgeschmackt finde
und außer Dir, Schönherr u. dem früheren Bartsch niemanden
u. nichts vorfinde, womit ich mich als Autor u. Oesterreicher
identifizieren möchte. Vom verstorbenen Rosegger u. dem alten
Ertl, die ich beide verehre, ist natürlich in diesem Zusammen=
hange die Rede nicht. - Mein Verhältnis zum Verlage ist
einzig u. allein das der innigsten Freundschaft u. Dankbarkeit
für Alfred, ohne den ich längst völlig zugrunde gegangen
wäre. Du aber, lieber Freund, hast auch andere u. ältere Beziehungen
zum Verlage, reichst noch in seine Anfänge zurück und bist auch
sonst Berater und Warner. Dir steht eine Fülle von Erinnerungen
zu Gebote u. besitzest auch Takt u. Geschicklichkeit, die mir
ehrlichen aber auch ungehobelten Burschen fehlen.