DIREKTION
DES
BURGTHEATERS
Wien,9.Oktober 1931.
Herrn Otto Tressler,
Regisseur und Hofschauspieler,
Wien.
Sehr geehrter Herr Tressler,
in Beantwortung Ihres Schreibens vom 10.ds. bitte ich Sie über=
zeugt zu sein, daß mir nichts ferner liegt, als Ihnen durch Maß=
nahmen der Direktion die Freude an Ihrer künstlerischen Arbeit
am Burgtheater zu vergällen. Im gegenwärtigen Fall aber ist es
mir leider unmöglich, Ihrem Ersuchen um Abnahme der Rolle des
Hippolyt in „Heimkehr von Paris“ Folge zu geben, da ich diese
ansonsten nicht mit einem ersten Künstler besetzen könnte.
Dies aber ist im vorliegenden Fall unumgänglich notwendig,
Ich bin überzeugt, daß Sie sich selbst diesem Umstand nicht
verschliessen werden und dem Burgtheater in seiner momentanen
kritischen Lage keine Schwierigkeiten bereiten wollen.
Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung
der Direktor des Burgtheaters:
AWildgans
DES
BURGTHEATERS
Wien,9.Oktober 1931.
Herrn Otto Tressler,
Regisseur und Hofschauspieler,
Wien.
Sehr geehrter Herr Tressler,
in Beantwortung Ihres Schreibens vom 10.ds. bitte ich Sie über=
zeugt zu sein, daß mir nichts ferner liegt, als Ihnen durch Maß=
nahmen der Direktion die Freude an Ihrer künstlerischen Arbeit
am Burgtheater zu vergällen. Im gegenwärtigen Fall aber ist es
mir leider unmöglich, Ihrem Ersuchen um Abnahme der Rolle des
Hippolyt in „Heimkehr von Paris“ Folge zu geben, da ich diese
ansonsten nicht mit einem ersten Künstler besetzen könnte.
Dies aber ist im vorliegenden Fall unumgänglich notwendig,
Ich bin überzeugt, daß Sie sich selbst diesem Umstand nicht
verschliessen werden und dem Burgtheater in seiner momentanen
kritischen Lage keine Schwierigkeiten bereiten wollen.
Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung
der Direktor des Burgtheaters:
AWildgans