Zweig, Stefan: Billett an Franz Servaes. Wien, 1915
neuer Accorde würde da viel ändern.
Zu Ambrosi will ich gehen, freilich erst nächste
Woche. Aber Specht zürnen Sie nicht: seine Verhältnisse sind
nicht so, dass sie ihm Mäcenatenallüren gestatten und wenig
ist immerhin Mehr als nichts. Für mich besteht z. B. die
Hauptschwierigkeit jetzt darin, dass ich nicht wüsste, wohin mit
einer Büste: im eigenen Haus mag ich kein eigenes Bild und
ins Burgtheater kann mans noch nicht stellen. Doch darüber
gelegentlich. Für heute nur herzlichst und treulichst Ihr
Stefan Zweig