winkt Ihnen dann auch neues Erlebnis. Fur mich
war Galizien unvergesslich. Und was müssen Sie,
lieber Freund, gesehen haben! Alles was man schreibt
ist ja nur Bruchteil.
Hier im K. A. ist es jetzt sehr angenehm. Wir
haben jüngst einen kleinen Kameradschaftsabend
beim Heurigen in Thallern gehabt: es war wirk
lich vergnüglich. Neu sind gekommen zu Uns, Leut
nant v. Kralik, ein Sohn des Richard v. K, ein Dr.
Antonius aus dem Hof und Staatsarchiv. Oberstl.
Veltze ist reizend zu Uns, er hat sich jüngst wirk-
lich charmant benommen, indem er Uns Vieren
- Schönthal, Sil-Vara, Polgar und mir - im Ge-
heimen, ohne dass es im Archiv bekannt werden
soll, freiwillig statt eines kleinen Urlaubs je einen
Tag für jeden in der Woche freigibt. Davon dür-
fen die Toldalagis ect. natürlich nichts erfahren.
Ich finde das entzückend von ihm und mir
ist es sehr wichtig, weil an den Sonntag an-
schliessend das doch oft 2½ Tage Freiheit gibt. Und
wie die Freiheit schmeckt, weis ich erst jetzt.
Manz scheint glänzende Geschäfte zu
machen, von den Officieren sind über 2000
verkauft, von den „Soldaten” kauft fast sicher
das A. O. K. eine ganze Auflage. Die Bücher
sind in Wien jetzt sehr bekannt, wir leiten auf
Wunsch des Oberstl. auch eine Presscampagne
dafür ein. Ob die Volksausgabe bei Ullstein
zusammenkommt, weiss ich nicht, ich fürchte
Manz steht auf den Hinterbeinen. Aber das hiesse
100000 Exemplare! Schade, wirklich schade!
Von Bartsch höre ich ein wenig. Seine
Artikel sind stark schwefelhaltig, aber doch in
teressant dadurch, dass er Entrée hat wo niemand
anderer hindarf. Sie lesen sie ja wahrscheinlich
selbst. Ob und wann er zurückkommt, weiss
ich nicht. Ich werde ihn im A. kaum mehr sehn,
glaube ich.
Haben Sie, lieber Freund, irgendwelche
Pläne? Ich glaube, es wird Sie auch bald lüsten
nach Ihrem Pernegg für einige Tage zu gehn und
Alles zu verarbeiten, was Sie dort gesehen haben. Ich
war Galizien unvergesslich. Und was müssen Sie,
lieber Freund, gesehen haben! Alles was man schreibt
ist ja nur Bruchteil.
Hier im K. A. ist es jetzt sehr angenehm. Wir
haben jüngst einen kleinen Kameradschaftsabend
beim Heurigen in Thallern gehabt: es war wirk
lich vergnüglich. Neu sind gekommen zu Uns, Leut
nant v. Kralik, ein Sohn des Richard v. K, ein Dr.
Antonius aus dem Hof und Staatsarchiv. Oberstl.
Veltze ist reizend zu Uns, er hat sich jüngst wirk-
lich charmant benommen, indem er Uns Vieren
- Schönthal, Sil-Vara, Polgar und mir - im Ge-
heimen, ohne dass es im Archiv bekannt werden
soll, freiwillig statt eines kleinen Urlaubs je einen
Tag für jeden in der Woche freigibt. Davon dür-
fen die Toldalagis ect. natürlich nichts erfahren.
Ich finde das entzückend von ihm und mir
ist es sehr wichtig, weil an den Sonntag an-
schliessend das doch oft 2½ Tage Freiheit gibt. Und
wie die Freiheit schmeckt, weis ich erst jetzt.
Manz scheint glänzende Geschäfte zu
machen, von den Officieren sind über 2000
verkauft, von den „Soldaten” kauft fast sicher
das A. O. K. eine ganze Auflage. Die Bücher
sind in Wien jetzt sehr bekannt, wir leiten auf
Wunsch des Oberstl. auch eine Presscampagne
dafür ein. Ob die Volksausgabe bei Ullstein
zusammenkommt, weiss ich nicht, ich fürchte
Manz steht auf den Hinterbeinen. Aber das hiesse
100000 Exemplare! Schade, wirklich schade!
Von Bartsch höre ich ein wenig. Seine
Artikel sind stark schwefelhaltig, aber doch in
teressant dadurch, dass er Entrée hat wo niemand
anderer hindarf. Sie lesen sie ja wahrscheinlich
selbst. Ob und wann er zurückkommt, weiss
ich nicht. Ich werde ihn im A. kaum mehr sehn,
glaube ich.
Haben Sie, lieber Freund, irgendwelche
Pläne? Ich glaube, es wird Sie auch bald lüsten
nach Ihrem Pernegg für einige Tage zu gehn und
Alles zu verarbeiten, was Sie dort gesehen haben. Ich