Zweig, Stefan: Brief an Josef Luitpold Stern. Wien, 18.9.1917
Schade, denn ich hatte manches Wort
in mir, das ungesagt bleiben musste.
Nun ist meine Überzeugung offenbar
und ich wünschte sehr, daß gerade an
jenen Stellen meine Gesinnung be-
kannt würde, wo sie Gemeinschaft
findet. Deshalb, nicht aus literari-
schem Ehrgeiz bat ich Sie um Ihr Wort
in der Arbeiterzeitung.
Ich hoffe jetzt zu Vorträgen in die
Schweiz zu fahren und zwei Monate
nicht „bitte gehorsamst” sagen zu müssen.
Dort werde ich Rolland und manchen
andern sehen und sprechen, vielleicht