Zweig, Stefan: Postkarte an Franz Karl Ginzkey. Salzburg, 20.2.1922
Lieber Freund, ich erhielt in letzter
Stunde gestern ein Telegramm
aus Wien, das mich zwang, meine
Abreise auf Mittwoch zu verschieben,
so werde ich Sonntag noch nicht
zurück sein können. Wirklich es
lastet ein Verhängnis auf unserm
Besuch bei Dir – man wohnt
so nahe und sieht einander so
selten. Aber das wird jetzt mit
Nachlassen der Kälte besser werden
– ich habe jetzt die letzte grosse No
velle für meinen Band fertig und
atme auf. Herzlichst Dein getreu
er
StefanZweig