Hohlbaum, Robert: Brief an Franz von Ginzkey. Wien, 27.3.1932
Wien, 27./3. 32.
Mein lieber Franz!
Da ich Dich telephonisch nie erreichte, möchte
ich Dir nur auf diesem Wege noch meine
aufrichtigste Bewunderung zu Deinem herrlichen
Prolog sagen. Das unendlich schwierige Problem,
Ginzkey und Goethe zu sein, hast Du genial ge-
löst. Darüber herrscht nur eine Stimme.
Es tat mir leid, daß ich Deine Goethe-Rede
in der Deutschen Gesandschaft nicht hören konnte,
aber die Einladung der Gesandschaft - die am selben Tage kam -
durfte ich natürlich nicht ernst nehmen, ohne
mich lächerlich zu machen.
Handkuß an Stephi und von uns
alles Herzliche!
Dein
Robert.