Hohlbaum, Robert: Brief an Franz von Ginzkey. Wien, 31.1.1929
DR. ROBERT HOHLBAUM
WIEN, IV. GOLDEGGASSE 1 II
TEL. 51-9-01
WIEN, 31. Jänner 1929.
Mein lieber Franz!
Innigsten, innigsten Dank für alle Deine Güte!
Der arme Klitsch! Und die schöne entzückende Frau!
Es ist furchtbar! Besonders, wenn man das ideale
Zusammenleben der beiden Menschen in Betracht zieht!
Ich habe ihm das Manuskript gesandt und natürlich
mich ganz unwissend gestellt, es ist wohl besser so,
wenn ein Fremder nicht daran rührt.
Dieser furchtbaren Tragik gegenüber erscheinen
einem alle Sorgen, die man selbst hat, nichtig
und klein. Diese Sorgen sind nun bei uns nament=
lich mit dem Kapitel „Hanni“ verbunden. Sie ist
gegenwärtig in Eisenerz. Wir haben manche Aufre=
gung hinter uns. Aber davon einmal mündlich.
Lona grüßt Dich und Stephi, der ich meinen
Handkuß sage, herzlichst.
Ich bin Dein dankbarer
Robert