Wien, 29. Mai 1930.
Hochverehrter, lieber Herr Hofrat!
Leider war es uns Samstag infolge unvorhergesehenen
Verwandtenbesuchs nicht möglich, der Cosima-Wagner-
Feier beizuwohnen, was mir sehr leid tut. Ihre Rede
auf diese einzige Frau hätte mich natürlich sehr interes=
siert.
Offen gestanden, ich hätte große Sehnsucht, wieder hie
und da an den Sonntag-Abenden die alten Freunde
zu sehen, ich weiß nur nicht, wie ich's einrichten soll.
Mit einem Handkuß der verehrten Frau Gemahlin -
meine Frau ist in Ungarn -
bin ich
Ihr getreuer
Robert Hohlbaum
Wissen Sie, daß Wilke mit schwerer Nierensache
im Elisabethspital liegt? Vielleicht sogar Operation?
Es ist furchtbar!
Hochverehrter, lieber Herr Hofrat!
Leider war es uns Samstag infolge unvorhergesehenen
Verwandtenbesuchs nicht möglich, der Cosima-Wagner-
Feier beizuwohnen, was mir sehr leid tut. Ihre Rede
auf diese einzige Frau hätte mich natürlich sehr interes=
siert.
Offen gestanden, ich hätte große Sehnsucht, wieder hie
und da an den Sonntag-Abenden die alten Freunde
zu sehen, ich weiß nur nicht, wie ich's einrichten soll.
Mit einem Handkuß der verehrten Frau Gemahlin -
meine Frau ist in Ungarn -
bin ich
Ihr getreuer
Robert Hohlbaum
Wissen Sie, daß Wilke mit schwerer Nierensache
im Elisabethspital liegt? Vielleicht sogar Operation?
Es ist furchtbar!