Hohlbaum, Robert: Brief an Max von Millenkovich-Morold. Wien, 5.10.1926
DR. ROBERT HOHLBAUM
WIEN, IV. GOLDEGGASSE 1 II
TEL. 51-9-01
WIEN, 5. Okt. 1926.
Hochverehrter Herr Hofrat!
Gestern fand ich leider nicht mehr Zeit, Ihnen für das gütige
Interesse zu danken, das Sie meinen „Pfingsten” schenken.
Ich hole dies heute nach und bin so unverschämt, gleich eine
Bitte beizufügen, deren Erfüllung Ihnen hoffentlich nicht zu
viel Mühe macht. Wäre es Ihnen, der sie ja Ihre
Meinung im „Eckart” äußern wollen, möglich, eine
Abschrift an den „Hellweg” (Essen, Ruhrland, Theaterplatz, 8-10)
direkt zu senden? Ich wäre sehr dankbar dafür, da Sie
ja im Vorjahre sich an derselben Stelle meines „Weg”
annahmen. Wie dankbar ich überhaupt für das Urteil
einer Persönlichkeit Ihres Ranges bin, brauche ich wohl
nicht erst zu sagen.
Ich hoffe auf ein Wiedersehen in der Runde, die ich
nun, da ich gesundheitlich, unberufen, etwas erholt bin,
fleißiger besuchen werde.
Mit einem Handkuß an die verehrte Frau
Gemahlin und allem Guten meiner Frau
bin ich Ihr Sie dankbar verehrender
Robert Hohlbaum