DR. ROBERT HOHLBAUM
WIEN, IV. GOLDEGGASSE 1 II
TEL. 51٠9٠01
WIEN, 18. Juli 1925.
Mein lieber, verehrter Franz!
Zu meinem Schrecken fällt mir ein, daß ich Dir
noch nicht für Deine lieben Worte, die Du im „Bergland″
der „Passion″ spendetest, meinen herzlichsten Dank
sagte; was ich hiemit mit der Bitte um Vergebung nachhole.
Lona ist auf dem Schneeberg, mußte in die Höhenluft
wegen hochgradiger Blutarmut. Heute fahre ich - über
Sonntag - hinauf, ein mäßiges Vergnügen, wenn man
an den gotteslästerlichen Trubel denkt.
Wann kommt der „Seltsame Soldat″? Hat Duncker
bei Dir wegen des Abdrucks des „Weg nach Emmaus″ an=
gefragt? Ich schrieb ihm davon. Das Buch erscheint, mit
den Balladen zusammen, am 1. Oktober. Habe auch
noch eine Novelle für die Musikerin von Kistner
& Siegel in Leipzig geschrieben, bin nun aber
mit den Nerven total am Hund.
Ich lege Dir eine lustige Notiz bei, weil sie unser
Gespräch im „Weißen Hahn″ ergänzt. Hab' ich Recht,
daß der Herr Klabund der widerlichste Schmock
WIEN, IV. GOLDEGGASSE 1 II
TEL. 51٠9٠01
WIEN, 18. Juli 1925.
Mein lieber, verehrter Franz!
Zu meinem Schrecken fällt mir ein, daß ich Dir
noch nicht für Deine lieben Worte, die Du im „Bergland″
der „Passion″ spendetest, meinen herzlichsten Dank
sagte; was ich hiemit mit der Bitte um Vergebung nachhole.
Lona ist auf dem Schneeberg, mußte in die Höhenluft
wegen hochgradiger Blutarmut. Heute fahre ich - über
Sonntag - hinauf, ein mäßiges Vergnügen, wenn man
an den gotteslästerlichen Trubel denkt.
Wann kommt der „Seltsame Soldat″? Hat Duncker
bei Dir wegen des Abdrucks des „Weg nach Emmaus″ an=
gefragt? Ich schrieb ihm davon. Das Buch erscheint, mit
den Balladen zusammen, am 1. Oktober. Habe auch
noch eine Novelle für die Musikerin von Kistner
& Siegel in Leipzig geschrieben, bin nun aber
mit den Nerven total am Hund.
Ich lege Dir eine lustige Notiz bei, weil sie unser
Gespräch im „Weißen Hahn″ ergänzt. Hab' ich Recht,
daß der Herr Klabund der widerlichste Schmock