Iphigenia in Tauris : Ein Sing-spiel, Aufgeführt in Schönbrunn, bey Gelegenheit der feyerlich begangenen Höchsten Nahmens-fester [...]

Nun , da ich diese Stell berührt Von deinem Unglücks - vollen Leben - - -

Iphigema.

Ach! ja, ich seh zu meinen Schmerz Noch alles vor den Augen schweben.

Die Stirn-binde, ach! das klaglicheGesang§ Das heilig Opfer - beil, das Feuer,

Das Betten, das Geprang, der schreckliche

Altar,

Ja selbst der Ort stellt sich noch meinen Augen

dar^

Dorr.

Beklagens-würdige!

Iphigema.

Ach! warum hat die Göttin dann,

Da ich schon Sinnen-loß , und bleich.

Und schon halb tode war, dem Streich Des Priesters mich entrissen?

Sie wollte, daß ich da, wo ich dermalen bin.

Zn diesem wilden Lande

Für das mir angethane Wohl /

Noch tausendmal dafür

Aus Angst, und Mitleid sterben soll. ' >

Dorr.

Jedoch der Himmel hat dir ja Versrochen, daß du eben da Zn diesem Tempel sollst Das Ende deiner Qual erreichen.

Iphi.