Grillparzer, Franz: Brief an Katharina Fröhlich. 3.10.1843

nicht zu versäumen, mit Aufopferung des Schlofes einen Nacht zu Pferden und zu Schiffe wirden nach den Dordanellen umkehren mußten, den wir eine halbe Stunde vor Ankunft des Danppfschifffes glücklich erreichten Von nun an verließ uns der gerade unserer Forth entgegen wohnden Sirokko= Wind, Starm besser zu sagen nicht mehr. bei Mitglene dem Geburtsorte der Dichterin Sappho habe ich meinen Willkomm ins Meer gespieren und die Nacht darauf in der Kajüte derselben Gruß wiederhohlt. So kamen wir in Seyren an. Das Unwetter dauerte fort, Hier bestiegen wir unter gleich ungünstigen Umstände ein französisches Dampfschiff, aber entweden durch die frühern Expok torazion, der die Gewohnheit des erigen Scheukelns, oder weil das Schiff wirklich besser trug als das frühere; ich bestand mich wohl, konnte sogo er essen und erreichte zum Unglücke glücklich Syra, wo ich mich jetzt befinde. Ich sagen zum Unglücke, denn wir fanden in der Quaran­täne alle Zimmer besetzt, mußten uns mit einen ebenden stückenden Loche, drei in einem, begangen, kurz wo alles dußer meiner Gesundheit schlecht ist. Wir haben bereits den sogenannten spoglio, mit Lächer­lichen Lernernien die in die des papataci in der Italienerin in Algier erinnern gemacht, hoffen von heut in sieben Tagen frei zu seyn; einer beßern Wohnung ist uns bis morgen versprochen. und so könnte man allenfalls zufrieden seyn, wenn nicht das unmage­neten in jeden Augenblick sechzigmal unangemehen wäre. Ob die Anvoluzion in Griechenland von der man im Wien inczwischen unterrichtet seyn wird nicht eine Änderung in unseren Reiseplen machen wird, kann man erst in loco übersehen, für jeden Fall ist aber dort ruhig und nichts zu besorgen. Da ich mich zugleich gut befinde und meine Natur wieder einen Beweis ihrer Jähigkeit abgelegt hat, so ist aber wie es seyn soll, nur dürfte ich vellecht um 8 bis 10 Tage später eintreffen als meine erste Absicht war. Für den hartelinartig gefleckten Brief danke ich, im Athem hoffe ich einen zweiten. Für jetzt lebewohl. Grüße an die sämtliche Narrenanstalt, in meinen Papataci= Kleid seh ich aus als ob ich auch dazu gehörte. Grillparzer