Baron, Erich: Billett an Andreas Thom. o.O., 26.12.1914
an, alles, was da ist, zu lieben.
Ihnen, dem ich das Verständnis
hierfür zutraue, darf ich alles
das mitteilen, und darum
liebe ich Sie innig; nicht erst seit
heute. Mir fiel zufällig Ihre
Adresse ein; ich war freudig
erregt darüber, daß ich Ihnen
schreiben konnte. O, Sie Glück-
licher, Sprachrohr des Höchsten,
möge das Flüstern des Göttlichen
Sie zum Sprechen bewegen,
daß die Welt sprachlos und verges-
sen Ihnen lauscht, daß Krieg und
Schrecken und Grausen versunken
ist.
Baron.